Wie verdient Klarna Geld?
Du zahlst mit Klarna und es kostet dich nichts extra. Trotzdem setzte Klarna 2025 weltweit rund 3,5 Milliarden US-Dollar um. Wie geht das zusammen? Wir zeigen, wer wirklich für Klarna bezahlt – und wie das Geschäftsmodell funktioniert.
1. Händlergebühren – die Hauptquelle (~57 %)
Den größten Teil verdient Klarna nicht bei dir, sondern beim Shop. Für jeden Verkauf über Klarna zahlt der Händler eine Provision: typischerweise rund 2 bis 4 % des Bestellwerts plus ein kleiner Fixbetrag pro Transaktion. Klarna überweist dem Shop den vollen Betrag sofort und übernimmt das Ausfallrisiko – dafür kassiert es die Gebühr.
2. Zinsen aus Ratenfinanzierung (~24 %)
Wählst du statt Rechnung eine längere Ratenzahlung über mehrere Monate, verhält sich Klarna wie ein klassischer Kreditgeber und verdient Zinsen auf den offenen Betrag. Kauf auf Rechnung und Pay in 3 bleiben dagegen zinsfrei.
3. Mahn- und Verzugsgebühren (~12 %)
Zahlt ein Kunde zu spät, können Mahngebühren anfallen. Das ist nicht der Kern des Modells, summiert sich bei Millionen Transaktionen aber zu einem relevanten Posten. Wer fristgerecht zahlt, ist davon nie betroffen.
4. Werbung in der Klarna-App (~6 %)
Klarna ist längst auch eine Shopping-Plattform: Marken zahlen für Sichtbarkeit, Aktionen und Platzierungen in der App, in der Millionen Menschen stöbern.
Warum zahlen Shops die Gebühr so gern?
Weil sich Kauf auf Rechnung rechnet: Studien zeigen deutlich höhere Abschlussquoten und größere Warenkörbe, wenn „später zahlen" an der Kasse verfügbar ist. Für den Händler ist die Rechnung einfach – lieber 96 % einer größeren Bestellung, die zustande kommt, als 100 % eines abgebrochenen Warenkorbs.
Was bedeutet das für dich?
Kauf auf Rechnung ist ein praktisches Werkzeug, solange du es bewusst einsetzt: Ware zuerst prüfen, dann zahlen. Achte nur darauf, die Zahlungsfrist einzuhalten – dann bleibt Klarna für dich komplett kostenlos. Mehr dazu in unserem Überblick zu den Klarna Kosten.
Angaben zum Umsatz und zur Umsatzverteilung beruhen auf öffentlichen Unternehmens- und Marktberichten (u. a. Geschäftszahlen 2024/2025). Gebühren sind Richtwerte und variieren je nach Land, Produkt und Shop. KlarnaShops.de ist ein unabhängiges Informationsportal und nicht mit der Klarna Bank AB verbunden.
Häufige Fragen
Ist Klarna für Käufer wirklich kostenlos?
Ja – bei Kauf auf Rechnung oder Pay in 3 zahlst du bei fristgerechter Zahlung keine Zinsen und keine Gebühren. Kosten entstehen erst bei Zahlungsverzug (Mahngebühren) oder bei längeren, verzinsten Finanzierungen.
Wie verdient Klarna dann Geld?
Vor allem über Gebühren, die Händler pro Verkauf zahlen (rund 57 % des Umsatzes 2024). Dazu kommen Zinsen aus längeren Ratenfinanzierungen (~24 %), Mahn- und Verzugsgebühren (~12 %) sowie Werbung und Platzierungen in der Klarna-App (~6 %).
Wie viel zahlt ein Händler an Klarna?
Üblich ist eine Provision von etwa 2 bis 4 % des Bestellwerts plus ein kleiner Fixbetrag pro Transaktion. Die genauen Konditionen hängen von Land, Klarna-Produkt und Größe des Shops ab.
Warum bieten Shops Klarna an, wenn es sie Geld kostet?
Weil Kauf auf Rechnung die Verkäufe messbar steigert: höhere Abschlussquote und größere Warenkörbe. Die zusätzlichen Umsätze übersteigen die Provision in der Regel deutlich.